Chorea

Als Chorea (griech.: „choreia", Tanz)  werden unwillkürliche, abrupt einsetzende, unregelmäßige, rasche Bewegungen bezeichnet, die alle Körperregionen (Extremitäten, Gesicht, Hals, Rumpf) betreffen können. Diese treten sowohl in Ruhe als auch während willkürlicher Bewegungen auf und nehmen an Intensität unter Stress zu. Verschiedene neurologische Erkrankungen sind mit dem Symptom choreatischer Bewegungsstörungen vergesellschaftet. Die wichtigste und bekannteste Erkrankung aus dieser Gruppe ist die Chorea Huntington (Synonym: Chorea maior, Veitstanz), eine genetisch bedingte, langsam voranschreitende Bewegungsstörung.

Diese bisher unheilbare Krankheit kann heute mit den Methoden der Neurogenetik sicher nachgewiesen werden. Daneben gibt es andere seltene erbliche Formen der Chorea. Chorea-ähnliche Bewegungsstörungen können darüber hinaus auch im Rahmen anderer Krankheiten auftreten, zum Beispiel bei Stoffwechselstörungen, Hormonstörungen (z.B. Schilddrüsenüberfunktion) oder Infektionskrankheiten (Chorea minor als Post-Streptokokken-Erkrankung). Choreatische Überbewegungen treten selten auch in der Schwangerschaft (Chorea gravidarum) und  im Rahmen von Medikamentennebenwirkungen auf. Die Therapie der Chorea richtet sich nach der zugrunde liegenden Erkrankung. 

Nützliche Links

 Deutsche Huntigton Hilfe e.V.